Die Datenbrille für Logistik Prozesse

16.07.2013 12:15

Google Glass (produziert von Foxconn)

Bietet einen sehr ganzheitlichen Ansatz, die Brille ist leicht, kabellos und besitzt eine Kamera sowie eine eigene, leistungsfähige CPU, versorgt werden die Bauelemente über einen Akku, der hinter dem Ohr sitzt und so auch als Gegengewicht fungiert. Das Betriebssystem basiert auf Android. Ausgereift dürfte diese Lösung nicht sein, es gibt noch keine Serienproduktion, jedoch ist eine „Pre-Version“ für ausgewählte Unternehmen in der Entwicklungsbranche verfügbar.


Airscouter von Brother

Von der Ausstattung her deutlich sparsamer, des Weiteren benötigt die Datenbrille ein „Zuspielgerät“, das über eine DVI-Buchse verbunden werden muss. Auf diesem Zuspielgerät (Computer, Tablet, Smartphone) läuft die notwendige Applikation. Weiters muss auch noch ein zusätzlicher Akku mitgenommen werden. Größter Vorteil dieser Variante ist, dass dieses Gerät bereits in Serie produziert wird und auch gekauft werden kann, wenn auch vorerst nur in Japan. Das Unternehmen will bei der Anwendung der Brille auch „an Board“ sein, spezifische Softwarelösungen werden ausgearbeitet. Hier ein interessanter Artikel: Brother Airscouter Spiegel online 

Datenbrille für Logistikanwendungen


Olympus MEG 4.0

Diese Brille wiegt nur 30 Gramm, hat allerdings keine Kamera. Das MEG 4.0 soll über Bluetooth mit einem Smartphone kommunizieren, vorteilhaft ist die kleine Bauform, die eine fast freie Sicht auf die Umwelt erlaubt. Leider ist die Akkulaufzeit bei diesem Modell sehr gering, sie dürfte um eine Stunde Betriebsdauer angesiedelt sein. Derzeit ist diese Variante am weitesten von der Marktreife entfernt. Hier ein interessanter Artikel: Olympus MEG 4.0 auf OE24.at


Fazit: Nutzen der Datenbrille aus der Sicht der Logistikanwendungen

Die Datenbrille kann Prozesse der heutigen Logistik revolutionieren: Kommissionieren mittels „Pick-by-Vision“, Device Assembly in der Produktion oder „Live Support“ aus Anwenderperspektive werden damit möglich. Leider bietet derzeit keine Datenbrille die notwendige Marktreife für Anwendungen dieser Art. Die besten Anwendungsideen sowie den praktikabelsten Ansatz dürfte zur Zeit der Airscouter von Brother besitzen. Das Zusatzequipment, welches mitgetragen werden muss, wirkt sich nachteilig aus – aber auch aktuelle „Pick-by-Voice“ Lösungen sind von der Handhabung ähnlich. Der Ansatz von Google Glass ist konsequent und zukunftsorientiert, was zur Folge hat, dass die Entwicklungsarbeit noch längere Zeit nicht abgeschlossen sein wird – selbst wenn 2014 schon eine serienreife Version verfügbar sein sollte. Die Olympus MEG 4.0 steckt noch in den Kinderschuhen und ob sie je die Marktreife erlangt ist reine Spekulation.


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